PRESSEBERICHTE
"Thüringer Landeszeitung" 20.01.2005
Viele schillernde Euros
Für den schöngeistigen Rahmen des Jahres 2005 zeichnen
unter anderem Klassikstiftung und DNT verantwortlich. Wie mit
Schiller Geld zu verdienen ist, stellten gestern die Thüringer
Schillerstädte und die Thüringer Tourismus GmbH (TTG)
vor. "Schiller lockt ... 2005 Touristen nach Thüringen" ist
das Ziel des gemeinsamen Marketings von Weimar, Jena, Meiningen
und Rudolstadt sowie Erfurt und Apolda.
Seit Mai 2004 bereiteten die Städte in einer Arbeitsgemeinschaft
touristische Angebote vor, als Ergebnis wurde am Donnerstag ein
Schillerkatalog vorgestellt, der über thematische Ausstellungen,
Lesungen, literarische Stadtführungen, kulinarische Genüsse,
Besichtigungen der Schillerstätten, Konzerte und Reiserouten
durchs Land informiert. Der Katalog sei bereits auf einer Reisemesse
im holländischen Utrecht präsentiert worden und er
werde Schwerpunkt des Marketings auf der Internationalen Tourismusbörse
in Berlin sein, sagte TTG-Geschäftsführerin Bärbel
Grönegres.
Kultur und Pathos
Sie und die Geschäftsführerin der Weimarer Tourismusgesellschaft
CWT GmbH, Ulrikel Köppel, kündigten an, dass Thüringens
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz und Bundeswirtschaftsminister
Wolfgang Clement am 200. Todestag des Dichters, also am 9. Mai,
zu einer Tourismuskonferenz einladen, auf der sich am Vormittag
die fünf neuen Ländern in der Weimarhalle präsentieren
werden.
"Schillers besten Jahre": Unter dieser Überschrift,
die eine Anspielung auf die letzten und produktivsten Jahre des
Dichters sind, finden sich die Weimar-Angebote. Die Hotels "Russischer
Hof", Hilton, "Kaiserin Augusta", Quality Weimar,
Comfort und Dorint-Sofitel bieten Übernachtungspakete, kulinarische
Ausflüge nach Heichelheim und thematische Stadtführungen
erwarten den Gast. Bei der Stadtführung "Mit Diener
Rudolf auf Schillers Spuren in Weimar" gibt Schillers Diener
Anekdoten und Berichte über den Stürmer und Dränger
preis. Als einen herbstlichen Höhepunkt bietet die CWT GmbH
gemeinsam mit der Evangelischen Akademie den Themenkongress "Kultur
und Pathos" an, der vom 14. bis 16. Oktober namhafte Künstler,
Literaturwissenschaftler und Politiker nach Weimar führen
wird. "Schiller soll im Ausland mit Goethe gleichziehen",
sagte Bärbel Grönegres gestern.
Dabei bedauerte sie ausdrücklich, dass im Gegensatz zum
Bach-Jahr oder zum Goethe-Jahr 1999 die Deutsche Zentrale für
Tourismus sich einer deutschlandweiten Kampagne für das
Schiller-Jahr verweigerte.
Titelseite @ www.schiller-lockt.de.
20.01.2005 Von Thorsten Büker
"Der Tagesspiegel" vom
22.12.2004
Fürstliches
für Bücher
Die Amalia-Bibliothek sammelt für
den Aufbau
Weimar - 7,9 Millionen Euro
Spenden sind bisher für den
Wiederaufbau der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar gespendet worden.
Die Verwüstung der Bibliothek durch einen Brand
in der Nacht zum 3. September löste einen Schock aus. Unermesslicher
Schaden entstand allein bei den Büchern, deren Bestand vor
dem Brand eine Million zählte. 50000 Bände sind vernichtet,
62000 zum Teil schwer beschädigt. Im Weimarer Schlossmuseum
kann man sich jetzt bis zum 17. Februar einen Eindruck über
das Ausmaß des Brandes machen. Ausgestellt sind dort gerettete
Bücher und Kunstwerke aus der 1691 gegründeten Bibiothek:
Bücher mit Wasserflecken auf angekohlten Seiten, Folianten,
deren lederne Rücken Hitze und Löschwasser brüchig
werden ließ.
Nach Schätzung der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen
kann die Bibliothek vielleicht schon 2007 wiedereröffnet
werden, zum 200. Todestag der Namensgeberin. 18000 Menschen haben
schon gespendet. Mit 15000 Euro trugen jüngst illustre Gäste
des Grand Hotels Russischer Hof ihr Scherflein bei. Je 100 Euro
spendierte die bunte Gesellschaft, die der in Paris lebende und
sich zum englischen Königshaus zählende Lord Michael
Anders-Cavendish zusammengetrommelt hatte.
Zur Belohnung durfte man den ansonsten jetzt allen verschlossenen
Ort sehen. Schutt und Staub, verkohlte Balken und schwankende
Planken, wo einst die Pracht des Rokokosaals dem Besucher den
Atem verschlug. Ein längere Zeit unentdeckter Schwelbrand,
so sagt Bibliotheksdirektor Michael Knoch, habe das verheerende
Feuer ausgelöst. Es deute alles auf einen technischen Defekt
hin, nicht auf Pflichtverletzung. „Ich war ein so genannter
Baulöwe“, flüsterte der Berliner Bildhauer Karsten
Klingbeil einer Frau zu, „da gab es auch viele Brände.
Nicht einer aber war nicht auf menschliches Versagen zurückzuführen.“
Zum abendlichen Wohltätigkeitsball im Russischen Hof waren
Gäste aus allen Windrichtungen in Weimar eingetroffen. Cavendishs
Tischdame kam aus Belgien – Prinzessin Lea von Belgien
ist die Schwägerin des Königs. Auch das prinzliche
Paar Otto und Carla von Hessen, das Münchner Model Giulia
Siegel, die Pianistin Chow Ching Ling aus Peking und Maya Langes-Swarovski
gehörten zu der Gesellschaft, die sich in dem historischen
Weimarer Hotel das Gala-Menü von Küchenchef Andreas
Scholz schmecken ließ. Zum Dessertbuffet spendierte der
aus Reims angereiste Präsident von Champagner Ruinart, Bernard
Peillon, das prickelnde Getränk in Rosé. Weimars
Oberbürgermeister Volkhardt Germer dinierte neben der bekanntesten
Witwe Deutschlands, Tatjana Gsell. Dass er die Neuberlinerin
nebst ihrem Gefährten Ferfried Prinz von Hohenzollern nach
Weimar eingeladen hatte, sollte dem armen Lord Cavendish noch
den Abend vermiesen. Bekam er doch per Telefon tüchtige
Schelte – von der nicht eingeladenen Noch-Ehefrau Maja
von Hohenzollern.
Dass Hellmut Seemann, als Präsident der Stiftung Weimarer
Klassik und Kunstsammlungen die Hauptperson des Abends, für „Anna
Amalia“ unentschuldigt fehlte, stimmte den Lord nicht fröhlicher.
In Deutschland will er erst einmal nichts mehr organisieren.
hema
Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen. Konto: 289002808,
Deutsche Bank BLZ 820 700 00
Peter RATHAY am
05.12.2004
Adel
für
Anna Amalia
Die Nacht duftet nach Parfüm. In den Gläsern perlt
Champagner und in der 5-Sterne-Küche brutzeln Entenbrüstchen,
die später auf einem Bett aus Rahmwirsing serviert werden.
Wilkommen im Grand Hotel Russischer Hof: Am Samstag traf sich
in Weimar eine erlesene Gästeschar zu einer rauschenden
Ballnacht (Eintritt: 275 Euro). Neben Ihrer Königlichen
Hoheit Prinzessin Lea von Belgien und Ihrer Durchlaucht Prinzessin
Francoise Sturdza aus der moldavischen Königsfamilie hatten
sich auch Prinz Otto und Prinzessin Carla von Hessen sowie das
Top-Model Giulia Siegel angekündigt.
Absolutes Tuschel-Thema
des Abends: die Liaison von Prinz Ferfried von Hohenzollern und
Tatjana Gsell. Beide posierten eng umschlungen
für die Fotografen und die Augen von Frau Gsell, angeblich
hat sie zehn Schönheitsoperationen hinter sich, glänzten
wie Zuckerplätzchen. Bussi hier, Bussi da und die 33-Jährige
verriet, dass das aufreizende Kleid mit dem verführerischen
Schlitz von der Designerin Helga Freier kreiert worden war. Auch
der Adlige gab sich auskunftsfreudig. "Mir wäre es
lieber, wenn meine Scheidung schon durch wäre", verriet
Prinz von Hohenzollern. Für eine Hochzeit mit Tatjana? "Schauen
wir mal was passiert". Auch sonst ging es auf der Charity-Gala
zu Gunsten der Anna-Amalia Bibliothek eher unaufgeregt zu. Prinzessin
Lea von Belgien, gehüllt in einen Dior-Traum, kaufte in
der Hotellobby ein paar Weihnachtsgeschenke. Giulia Siegel borgte
dem Pop-Sternchen Indira Weiß eines ihrer Escada-Kleider,
weil der Sängerin "ein Malheur" passiert war.
Welches, verriet sie aber nicht.Das Ergebnis: 10 000 Euro für
Anna Amalia. Adel verpflichtet.
TLZ vom
05.12.2004
Blaublüter trafen auf Münchens
Schickeria
Weimar. (tlz) Vielleicht sei es ein
Skandal, aber die Wogen dürften
sich bald legen: Die nächste Sau,
die durchs Dorf getrieben werde,
erscheine bestimmt, sagte eine Frau am Abend im Russischen Hof.
Dass sich Prinz Ferfried von
Hohenzollern, Enkel des letzten Sachsen-Königs,
Tatjana Gsell geangelt hat, wird die leicht
verschnupften guten Kreise auch wieder gesunden lassen. "Man
sieht nur mit dem Herzen gut", sagte bereits
der kleine Prinz - der echte dürfte nicht widersprechen.
Das Gsellenstück der schönen Witwe war beim
Internationalen Mido-Küsov-Kulturball in dem
Weimarer Grand Hotel nicht wirklich ein Thema. Und
selbst Weimars OB Volkhardt Germer saß in Begleitung
seiner Ehefrau Roswitha gelassen am Tisch neben Tatjana Gsell.
Die Adeligen, die Reichen und die Schönen: Europäische
Blaublüter trafen auf eine größtenteils
aus München stammende
Schickeria. Der Mann, der solche Wohltätigkeitsbälle
aus dem Stand zu organisieren vermag, ist Mitglied
des britischen Königshauses: Lord Michael
Anders-Cavendish.
"
Nur die Anreise war für die meisten
Gäste etwas schwierig, die Verbindungen nach
Weimar sind eben nicht einfach." Für
275 Euro war man dabei: Durfte Champagner schlürfen
und beim Essen "Dreierlei von der Wachtel an
Steinpilzen" kosten. Wohltätig war
der Ball, weil jeder Gast mit 100 Euro die Anna-Amalia-Bibliothek
unterstützt:
Prinz Otto und Prinzessin Carla von Hessen ebenso
wie Model Gulia Siegel, Madame Maya Langes Swarovski,
die RTL-Frau Arlett Mallon und andere mehr. Über
10 000 Euro kamen zusammen. Und eine Auszeichnung
für den Russischen Hof. Er erhielt zum vierten
Mal den "Five Star Diamond Award".
AHGZ vom 18.09.2004
Hotel hilft Bücher retten - „Russischer
Hof“ sammelt Geld für
Anna-Amalia-Bibliothek
WEIMAR/MÜNCHEN (ahgz). Das Grand Hotel Russischer Hof in
Weimar hat eine große Spendenaktion für die berühmte
Anna-Amalia-Bibliothek gestartet, die bekanntlich bei einem Brand
in großen Teilen zerstört worden war.
Zunächst wird in den kommenden drei Monaten das 5-Sterne-Flaggschiff
der Münchner Hotelgruppe Derag Hotel and Living für
jede Übernachtung einen Euro auf das Spendenkonto zur Wiederherstellung
der einzigartigen Sammlung überweisen. Das historische Grand
Hotel war einst einer der Intellektuellen-Treffpunkte der deutschen
Dichter- und Denker-Stadt.
Der für seine innovativen Ideen bekannte Derag-Vorstand
Dr. Max Michael Schlereth zeigte sich bestürzt über
den verheerenden Brand: „Es ist ein Drama, dass diese phantastische
Sammlung alter Buchkunst zum Teil unwiederbringlich zerstört
wurde, unter anderem auch deshalb, weil die Mittel fehlten,
den Brandschutz auf modernen Stand zu bringen.
Thüringische
Landeszeitung vom 17.09.2004
Über
die Maßen
geglückt
Weimar. (tlz) Kunstfest-Indentantin
Nike Wagner gestand es bei der
Abschlusspressekonferenz am Freitag ohne Umschweife ein: Das
erste Kunstfest
unter ihrer Ägide sei ein derart erfolgreiches gewesen,
dass sie am liebsten
im Selbstlob versinken würde. Doch die Selbstironie wich
rasch der
sachlichen Bestandsaufnahme - die da lautet: Das neue Konzept
hat sich in
allen Punkten als tragfähig erwiesen, das Festival reüssierte
bei Publikum
und Presse ebenso wie bei den Künstlern. Wagner: "Die
Wahrnehmung Weimars und des Festivals in den Medien darf man als über die Maßen
geglückt
bezeichnen.
" Ein ausdrückliches Lob adressierte die Intendantin
an die Besucher, von
denen viele von auswärts anreisten: Das Publikum habe sich
als ein sehr
aufmerksames, kenntnisreiches und strapazierfähiges Auditorium
erwiesen -
und vollends die Behauptung widerlegt, dass nur Erfolg habe,
was dem
Mainstream zuzuordnen sei. "Vor allem die Kammermusik hatte
einen Erfolg,
dass ich mitunter dachte, es handelt sich um Pop-stars",
war die Intendantin
verblüfft.
Kunstfest-Geschäftsführerin Franziska Gräfin
zu Castell-Castell goss den
Erfolg indes in klare Fakten: Statt der angestrebten Auslastung
von rund 60
Prozent habe man 80,6 Prozent erreicht, 13 000 Besucher seien
bei insgesamt
49 Veranstaltungen gezählt worden - die Ausstellungen und
das Eröffnungsfest
in der Innenstadt gar nicht mitgerechnet. Folglich fällt
auch ein erster
Kassensturz erfreulich aus: Vom Gesamtbuget von 2,1 Millionen
Euro - fast
drei Viertel davon kamen von Stadt, Land und Bund - konnten 1,5
Millionen
ausschließlich in das Programm fließen, die Etats
für Verwaltung und
Vermarktung stehen - in positivem Sinne - mit 290 000 bzw. 250
000 Euro in
keinem Verhältnis zu ihrem Nutzeffekt. "Das ging natürlich
auf Kosten des
viel zu kleinen Teams", sagte Gräfin Castell. Ihr Dank
galt vor allem der
Stadt, die unbürokratisch Scharten auswetzen half, die im
Eifer des Gefechts
entstanden: "Selbst wenn wir um 18 Uhr noch eine Genehmigung
für den selben
Abend brauchten, war das kein Problem", strich die Geschäftsführerin
Balsam
auf die Seele des Weimarer OB, der sonst oft genug für
die Verwaltung den
Kopf hinhalten muss, wenn etwas misslingt.
"Unglaublich gut" sei
zudem die Zusammenarbeit mit den Weimarer Hotels
gewesen, die mit steter Freundlichkeit "auf Buchung hin
und Stornierung her
und schnell mal 20 zusätzliche Gäste" reagierten.
Nach Angaben von Albert
Voigt, Direktor des Hotels Russischer Hof, registrierten die
großen Weimarer
Herbergen während des Kunstfestes jeweils zwischen 100
bis 400
bernachtungen mehr als im Vorjahr, wobei zahlreiche Gäste
bereits vor der
Anreise Kunstfest-Tickets geordert hatten. Ein Beleg für
die überregionale
Ausstrahlung des Festivals, das am Sonntag mit "Last not
Liszt" in zwölf
Locations seinen Abschluss findet (19 bis 24 Uhr)."Wunderbare
Möglichkeiten für Konzerte" hat
Andras Schiff, auch im Sommer
2005 wieder "artist in residence" in Weimars Sälen
entdeckt. Und sich
besonders darüber gefreut, viele junge Gesichter unter
den Besuchern zu
entdecken. Gerade ihnen, aus denen sich das Publikum der Zukunft
rekrutiere,
müsse man auch besonders günstige Eintrittskarten,
vielleicht sogar
Freikarten zukommen lassen, so seine nachdrückliche Bitte.
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